Big hole

SubstantivWerkstattjargonEisenbahn

Die Notbremsstellung des Führerbremsventils, die die *brake pipe* entlüftet und den Zug so schnell wie möglich stoppt.

Das Bringen des Bremshebels in das *big hole* öffnet die *brake pipe* über die größte Öffnung des Ventils zur Außenluft, sodass der Druck auf Null abfällt und das Steuerventil jedes Wagens unter Nutzung der vollen Vorratsbehälterladung eine Schnellbremsung einleitet. Die Bremsen können erst gelöst werden, wenn der Zug steht und die *brake pipe* wieder befüllt ist. Lokführer nutzen dies bei Kollisionen, Hindernissen und allem anderen, bei dem der Anhalteweg wichtiger ist als das Risiko von Schäden durch das Kupplungsspiel (slack). Eine Zugtrennung oder ein geplatzter Schlauch bewirken dasselbe, ohne dass jemand den Hebel berührt.

Am Arbeitsplatz gehört

Truck was hung up on the crossing, I put it in the big hole a quarter mile out and we stopped thirty feet short.

In klarem Deutsch Ein Lkw steckte auf dem Bahnübergang fest, ich habe eine Viertelmeile vorher ins *big hole* gelegt und wir kamen dreißig Fuß davor zum Stehen.

Insidertipp

Wenn ein Zug von selbst eine Schnellbremsung einleitet, funkt das Personal das Wort *emergency* dreimal mit der Ortsangabe durch, und der Rangierbegleiter geht zurück, um die Ursache zu finden, bevor sich irgendetwas bewegt.

Auch bekannt als

  • emergency application
  • dump the air
  • wipe the clock