Ein nonwoven entsteht direkt aus der Faser oder dem Polymer zum Stoff: Fasern werden zu einem Vlies abgelegt und dann durch Nadeln, Wasserstrahlen, Hitze oder Bindemittel verfestigt. Eine nassgelegte Bahn gilt als nonwoven und nicht als Papier, sobald ein ausreichender Anteil davon aus langen Fasern oder Synthetikfasern besteht, während aus Garn hergestellte Stoffe wie Gewebe und Gestricke nicht unter diesen Begriff fallen. Brancheninsider benennen ein nonwoven sowohl nach dem Bildungs- als auch nach dem Verfestigungsverfahren, wie z. B. kardiert und thermobondiert oder spinngelegt und punktgeprägt.
On paper it's a nonwoven, the customer calls it fabric and the converter calls it roll goods.
In klarem Deutsch Auf dem Papier ist es ein nonwoven, der Kunde nennt es Stoff und der Konfektionär spricht von Rollenware.
Nennen Sie bei der Spezifikation eines nonwoven immer sowohl das Bildungs- als auch das Verfestigungsverfahren; kardiert allein oder Spunlace allein lässt zu viele Fragen offen.
Auch bekannt als
- nonwoven fabric
- engineered fabric
- NW
Verwandte Begriffe
Web
Dünne Schicht aus Fasern oder Filamenten, die im ersten Schritt der Vliesstoffherstellung vor oder nach der Verfestigung entsteht.
Drylaid
Bezeichnet Vliese, die aus trockenen Stapelfasern gebildet werden, hauptsächlich durch Krempeln und Luftlegen.
Spunlaid
Bezeichnet Vliese, die durch Extrudieren von Polymer zu Filamenten und direktes Ablegen in einer kontinuierlichen Linie hergestellt werden.
Wetlaid
Bezeichnet Vliese, die aus in Wasser dispergierten und auf einem Sieb entwässerten Fasern auf an die Papierherstellung angepassten Anlagen gebildet werden.
Roll goods
Als Rollenware an Verarbeiter (Converter) verkauftes Vliesstoffmaterial im Gegensatz zu den daraus hergestellten Fertigprodukten.