Moly
Moly taucht in 2 Fachgebieten auf: Tribologie, Thermisches Spritzen. Hier ist, was es für die Fachleute im jeweiligen Bereich bedeutet.
Moly in Tribologie
Werkstattjargon für Molybdändisulfid, den schwarzen Festschmierstoff, oder für jedes Fett, das ihn enthält.
Kurzform für Molybdändisulfid (MoS2), ein grauschwarzes Schichtmineral, das als Festschmierstoff verwendet wird. Moly-Fett, typischerweise Lithium- oder Lithiumkomplexfett mit etwa 3 bis 5 Prozent MoS2, ist die erste Wahl für Fahrwerkspunkte, Bolzen, Buchsen und Keilwellen, wo langsame, stoßbelastete Gleitbewegungen den Film im Grenzreibungsbereich halten. In schnelllaufenden Wälzlagern wird es meist vermieden, da die Feststoffe dort kaum Nutzen bringen und sich in der Lastzone ansammeln können.
"Hit the bucket pins with the moly, the regular red grease won't hold under that pounding."
Moly in Thermisches Spritzen
Werkstattjargon für gespritztes Molybdän, eine verschleißfeste Beschichtung für Kolbenringe, Synchronringe und Haftgrundierungen.
Kurzbezeichnung für Molybdänbeschichtungen, die per Drahtflammspritzen oder Pulverplasmaspritzen aufgebracht werden. Moly haftet gut auf sauberem Stahl, speichert Öl in seiner feinen Porosität und ist verschleißfest, weshalb es die klassische Beschichtung für Kolbenringe, Synchronringe und Schaltgabeln sowie eine bewährte Haftgrundierung ist. Es oxidiert an der Luft oberhalb von etwa 400 °C leicht, was den Einsatz bei hohen Temperaturen einschränkt.
"Synchro rings go through moly on the wire gun, eight passes, then off to the lathe."