Xenon poisoning

SubstantivFachbegriffNukleartechnik

Der Reaktivitätsverlust durch Xenon-135, ein Spaltprodukt, das Neutronen mit enormer Effizienz absorbiert.

Xenon-135 entsteht direkt bei der Spaltung sowie durch den Zerfall von Iod-135 und hat einen Neutronenabsorptionsquerschnitt von etwa 2,6 Millionen Barn. Bei konstanter Leistung halten sich Entstehung und Abbrand die Waage; nach einer Abschaltung oder Leistungsreduzierung zerfällt Iod weiter zu Xenon, während der Abbrand stoppt. Daher erreicht das Xenon etwa 8 bis 11 Stunden später sein Maximum und kann ein Wiederanfahren unmöglich machen, bis es zerfallen ist (die sogenannte Xenon-Sperrzeit). In großen Kernen kann Xenon auch zu langsamen räumlichen Leistungsschwingungen führen.

Am Arbeitsplatz gehört

We tripped six hours ago, we're heading into the xenon peak, no restart until tomorrow.

In klarem Deutsch Wir sind vor sechs Stunden schnellabgeschaltet, wir laufen direkt in das Maximum der xenon poisoning, kein Wiederanfahren vor morgen.

Insidertipp

Ein schnelles Wiederanfahren vor dem Xenon-Maximum ist nach einer Abschaltung manchmal möglich; wartet man jedoch ein paar Stunden zu lang, ist der Kern blockiert, bis das Xenon zerfallen ist.

Auch bekannt als

  • xenon